Was ist Profiling, und wann bringt es ein hohes Risiko mit sich?

Von Advisorn · aktualisiert am 25. Oktober 2026 · Art. 5 lit. f und g, 6 Abs. 7, 21, 22 DSG, Art. 24 DSV, Art. 4 Nr. 4 und 22 DSGVO

Kurz gesagt

Profiling ist die automatisierte Bearbeitung von Personendaten, um persönliche Aspekte einer Person zu bewerten, etwa Arbeitsleistung, wirtschaftliche Lage, Gesundheit, persönliche Vorlieben oder Ortswechsel (Art. 5 lit. f DSG). Ein hohes Risiko bringt es mit sich, wenn es Daten so verknüpft, dass wesentliche Aspekte der Persönlichkeit beurteilt werden können (Art. 5 lit. g DSG): Dann muss die Einwilligung, wo es sie braucht, ausdrücklich sein (Art. 6 Abs. 7 lit. b DSG).

Beispiele

  • ein Bonitätsscore, berechnet aus vielen Daten einer Person;
  • die Segmentierung der Kundschaft für personalisierte Angebote, wenn sie Käufe, Surfverhalten und demografische Daten verknüpft;
  • ein System, das Bewerbende oder die Leistung von Mitarbeitenden bewertet.

Was es mit sich bringt

Ein Profiling mit hohem Risiko lässt die Ausnahme vom Verzeichnis unter 250 Mitarbeitenden entfallen (Art. 24 DSV), verlangt oft eine Datenschutz-Folgenabschätzung (Art. 22 DSG) und stärkere Massnahmen zur Datensicherheit. Folgt daraus eine Entscheidung, die allein die Maschine trifft, ist die Person zu informieren (Art. 21 DSG).

Verwandte Fragen

Passende Vorlagen

Allgemeine Informationen, keine Beratung zu Ihrem Fall: Für Ihren Fall gilt der Gesetzestext. Für eine Frage zu Ihrem Fall gibt es die Beratung von Advisorn.